Erhöhung der Eigentumsübertragungssteuer in Katalonien

Am 25. März dieses Jahres verabschiedete die katalanische Regierung eine Reihe neuer Steuervorschriften, die den Erwerb von Grundeigentum in dieser Region betrifft.

Hintergrund dieser Maßnahmen ist das immer noch gravierende politische und soziale Problem der Immobilienpreise. Die Kauf- und Mietpreise für Wohnungen und Häuser explodieren erneut, wie schon früher in unserer Geschichte.
In einem Land, in dem fast 14 % des Bruttoinlandsprodukts vom Tourismus abhängt, wird die lokale Bevölkerung aus den historischen Stadtzentren verdrängt und damit werden Familienhäuser durch Ferienwohnungen oder Hotels ersetzt. Darüber hinaus wird die Investition in Immobilien in den Zentren globaler Städte wie Barcelona für internationale Investmentfonds attraktiv. Diese Fonds verkaufen die Immobilien an ausländische Privatinvestoren weiter, die aber dort nicht wohnen werden, sondern die Immobilien bloß als ein Sparvermögen in Form eines Ferienhauses nutzen.

Diese Tendenzen in dem Wohnungsmarkt führen zu großen sozialen Spannungen, da es für die meisten Katalanen nahezu unmöglich ist, sich einen Wohnraum zu erlauben: Sie können weder kaufen noch sich die Miete im Zentrum größerer Städte oder in Touristengebieten leisten.

Aus diesem Grund hat die sozialistische Regierung Kataloniens beschlossen, die Steuereinnahmen aus dem Kauf von Luxusimmobilien (Preis über 600.000 €) zu erhöhen und erhöhte Steuersätze von 20 % für Käufer anzuwenden, die bereits mehr als 10 Wohnimmobilien (oder mehr als 1.500 Quadratmeter) besitzen. Dieser erhöhte Steuersatz kann auch auf Eigentümer von nur fünf Wohngebäuden angewendet werden, wenn das Gebiet, in dem sie sich befinden, als besonders vom Preisanstieg betroffen gilt.

Es gibt jedoch viele wissenswerte Ausnahmen von dieser Regel. Daher empfehlen wir Investoren, die am Kauf einer Immobilie in Katalonien interessiert sind, sich von einem Steuerexperten beraten zu lassen.

Carlos Prieto Cid

Rechtsanwalt

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