Der Krieg der Banken gegen nicht gebietsansässige Kunden

Wer den Sommer in Spanien in der eigenen Immobilie verbringen will, brauchte schon immer ein spanisches Konto, von dem die Kosten für das Feriendomizil abgebucht werden können, sprich Wasser, Strom, Steuern, usw. Ein solches Konto zu unterhalten wird jedoch mehr und mehr zu einer unmöglichen Mission.

Die Banken stehen heute aufgrund der harten Konkurrenz, dem Druck auf dem Markt und vor allem den immer strikteren Kontrollen der Behörden im Rahmen der Anwendung effizienter Maßnahmen gegen Geldwäsche und Steuerbetrug permanent unter Spannung. Ein Konto in Spanien nur zur Zahlung der Rechnungen für die Zweitresidenz zu unterhalten wird immer teurer und schwieriger, da diese Art von Konten und Kunden für die Banken nicht von Interesse sind.

Banken sind bei der Identifizierung ihrer Kunden zur Zusammenarbeit mit den Behörden verpflichtet. Bis dato war das Engagement bei der Erfüllung dieser Verpflichtungen, die bereits seit Jahren im Zusammenhang mit steuerlicher Transparenz und der Bekämpfung von Geldwäsche gelten, nicht besonders ausgeprägt. Die Erfüllung dieser Vorschriften hat sich jedoch nun zur perfekten Entschuldigung entwickelt, um nicht gebietsansässigen Kunden mit einer nur wenig ertragreichen Kundenverbindung das Leben unmöglich zu machen, und zwar just in dem Moment, in dem die Banken „schlanker“ werden wollen, indem sie Personal reduzieren und Filialen schließen. Es wird geradezu ein Feldzug gegen Kunden mit Zweitwohnsitz geführt, um diese davon zu überzeugen, ihre Rechnungen von ihrem Konto in ihrem Wohnsitzland abbuchen zu lassen (technisch ist dies möglich) und ihr nur wenig genutztes Konto in Spanien zu schließen.

Carlos Prieto Cid – Rechtsanwalt

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